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By Ralf Konersmann

Hauptbeschreibung
Das Interesse an kulturphilosophischen Fragen ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Der Reiz dieser Fragen ergibt sich daraus, daß sie brisante wissenschaftssystematische und politische Sachverhalte aufgreifen und mit der Kultur ein lange Zeit verkanntes Problemfeld erschließen: Wie entsteht Kultur? Wie und mit welchen Mitteln realisiert sie ihre Zwecke? used to be sind ihre Bindekräfte? Wie verändert sie sich? Wie steht es um die Gesetze und Regelmäßigkeiten des kulturellen Feldes? Von welchen Ordnungen wird es bestimmt und getragen? used to be sind kulturelle Tatsachen - und wie unterscheiden sie sich von anderen Formen von Faktizität? Wie steht es um das Verhältnis von Kulturphilosophie und Kulturwissenschaften? Wie interagieren Kulturen, die einander fremd sind?

Der Band führt in die Sachfragen ein, indem er Schlüsseltexte der älteren und neueren Kulturphilosophie präsentiert. Neben Klassikern wie Seneca und Rousseau kommen u. a. Georg Simmel, Ernst Cassirer, Hans Blumenberg und Michel Fou cault zu Wort.

Damit ist diese Zusammenstellung insbesondere auch für Seminarzwecke im Rahmen der Bachelor- und Masterstudiengänge geeignet. In der Einführung werden die geschichtlichen Hintergründe aufgezeigt, die Anfang des 20. Jahrhunderts zur Einführung der Kulturphilosophie und ihrer aktuellen Wiederaufnahme geführt haben.

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Auch dort, wo ich mich des Ausdrucks der »Geisteswissenschaft«, der nun einmal gebräuchlich und eingewurzelt ist, bedienen werde – werde ich ihn niemals im substantiellen, sondern im funktionellen Sinne – in rein deskriptivem, nicht im explikativen Sinne verwenden. – So gebraucht ist er von allen Gefahren frei. Denn wir behaupten mit ihm nur etwas über die Struktur bestimmter Begriffsformen, ohne zu behaupten, daß dieser Struktur auch eine andere Welt entsprechen müsse; daß es neben den körperlichen Dingen, von denen die Naturwissenschaft handelt, unkörperliche Dinge, neben den physischen Ursachen nichtphysische geben müsse. An der Einheit und Geschlossenheit der Kausalreihe als solcher halten wir vielmehr durchaus fest. used to be wir behaupten, ist nur dies, daß die Kausalfrage in der artwork, wie sie von den Naturwissenschaften gestellt und wie sie im Verlauf ihrer empirischen Forschung fortschreitend gelöst wird, nicht die einzige Frage ist, die die Wissenschaft aufwerfen kann. Es gibt außerhalb des Kreises der Kausalforschung andere fruchtbare und notwendige Forschungsweisen und Forschungsrichtungen, die auf den Typus des kausalen Denkens und Schließens nicht zurückführbar sind. Es liegt hier additionally nicht sowohl eine neue Lösung für ein und dasselbe challenge – für das challenge der empirisch-ursächlichen Verknüpfung der raum-zeitlichen Phänomene – vor, sondern es liegt eine neue Fragestellung vor, die guy als solche, unbeschwert von irgendwelchen metaphysischen Annahmen oder von erkenntnistheoretischen Dogmen, ganz einfach als solche erkennen und anerkennen muß. Worin diese Fragestellung besteht, das lasse ich zunächst noch dahingestellt; ich werde später ausführlich auf diesen Punkt zurückkommen. Einstweilen genügt es festzustellen, daß wenn wir in dem Aufbau der Kulturwissenschaft ein logisches challenge sui generis sehen, damit keinerlei Eingriff in die Rechte der Naturforschung liegt, ja auch nur liegen kann – weil die beiden Fragen, um die es sich hier handelt, gewissermaßen verschiede- 144 | ernst cassirer nen Dimensionen angehören und sich daher nicht schneiden oder durchkreuzen können. Zwei Lösungen des difficulties der Logik der Kulturwissenschaft stehen sich heute schroff und unversöhnlich gegenüber. Alle erkenntnistheoretischen Kämpfe um die Kulturwissenschaft sind in ihrem Zeichen geführt worden. Hic Naturalismus – hic Historismus: so lautete die Parole. Aus diesem Entweder-Oder scheint es kein Entrinnen zu geben. Ich begnüge mich damit, diese zweifache Einstellung an zwei konkreten Beispielen zu erläutern: denn auf diese Weise tritt der Gegensatz weit lebendiger und weit anschaulicher vor, als es der Fall wäre, wenn wir lediglich der abstrakten Beweisführung der beiden Gegner folgen wollten. Für die naturalistische Theorie greife ich als typisches Beispiel die Darstellung heraus, die sie in Taines »Philosophie de l’art« und in seiner englischen Literaturgeschichte gefunden hat. five Beide Werke sind für den Logiker der Kulturwissenschaften von ganz besonderem Wert und von ganz besonderem Reiz.

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